Plakataktion der Ökumenischen Initiative für Flüchtlinge

Mit Plakaten für Menschenwürde

Michelstadt/Odenwaldkreis. „Die Würde des Menschen ist unverwundbar“, heißt es auf einem Plakat – in leichter Abwandlung des ersten Satzes des deutschen Grundgesetzes. Das Plakat ist so gestaltet, dass man aber auch „verwundbar“ lesen kann – darum muss sie geschützt werden. Mit der Plakataktion „wollen wir unsere Werte darlegen und öffentlich Stellung beziehen“, erklärt Pfarrerin Renate Köbler, Ökumenereferentin im Evangelischen Dekanat Odenwald.

Hinter der Aktion steht die Ökumenische Initiative für Flüchtlinge, ein regionales evangelisch-katholisches Projekt. Dabei arbeiten die beiden Dekanate ebenso mit wie das Diakonische Werk Odenwald und der regionale Caritas-Verband. Die Beteiligten wollen deutlich machen, dass ihnen Hilfen für Flüchtlinge, die Willkommenskultur und die Achtung der Menschenrechte wichtig sind.

Der Kreis Engagierter trifft sich seit Februar 2016 regelmäßig, um miteinander zu beraten, wie die Kirchen in der Region Zeichen in der Arbeit für Flüchtlinge setzen können.

Das erste Projekt – neben Schulungen für Ehrenamtliche – war, Anregungen und entsprechendes Material an Kirchengemeinden weiterzuleiten, das geeignet ist für Gemeindeabende zum Thema Flucht, Migration, Willkommenskultur. Ein Ergebnis sind nun die Plakate, mit denen noch einmal auf die Würde von Menschen hingewiesen wird, die aus ihrer Heimat nach Deutschland geflohen sind, um ihr Leben zu retten. Und die Bereicherung, die sie im wahrsten Wortsinn mitbringen, kommt in dem Satz von Papst Franziskus zum Ausdruck, den das andere Plakat zitiert: „Wir schätzen unsere Wurzeln und die der anderen.“

Die beiden Motive sollen in den kommenden Monaten in allen Gemeinden des Odenwaldkreises zu sehen sein.

Ökumenische Initiative Odenwaldkreis g

 

Zum Foto:

Engagiert für Menschenwürde: (von links) Caritas-Leiterin Ursula Klemm, der evangelische Dekan Dr. Karl-Heinz Schell, die katholische Dekanatsratsvorsitzende Angelika Arras, der katholische Dekanatsreferent Cyriakus Schmidt sowie Pfarrerin Renate Köbler, evangelische Dekanatsreferentin für Ökumene, Diakonie-Leiterin Bärbel Simon und der katholische Dekan Dr. Karl-Heinz Drobner.

Foto: Diakonisches Werk Odenwald

 

 

 

 

 

Pressemitteilung des

Evangelischen Dekanates Odenwald vom 14. März 2017

Bernhard Bergmann

Referent für Öffentlichkeitsarbeit